Inklusives Klimagerechtigkeitscamp 2024 – Eine Woche voller Mut, Miteinander und Zukunftslust

Veröffentlicht am: 04.10.2024

Eine große Gruppe von Kindern und Erwachsenen sitzt an einem langen Tisch in einer Halle. Auf dem Tisch liegen Bastel- und Experimentmaterialien.

Vom 21. bis 27. Juli haben wir im Kinderfreunde Falkencamp Döbriach am Millstätter See etwas geschafft, das uns alle noch lange begleiten wird:
Unser erstes inklusives Klimagerechtigkeitscamp, an dem über 150 Kinder, Jugendliche und Familien teilgenommen haben – Menschen mit völlig unterschiedlichen Lebensgeschichten, Fähigkeiten und Bedürfnissen.

Was uns eint?
Der Wunsch, eine Welt zu gestalten, die fairer, solidarischer und klimagerecht ist.
Und die Überzeugung: Wenn wir zusammenhalten, können wir Großes bewegen.

 

Warum Inklusion? Weil Klimagerechtigkeit niemanden ausschließt.

Schon in der Planungsphase – von Anfang Mai bis Mitte Juli – war klar:
Dieses Camp wird nur dann gerecht, wenn wirklich alle mitmachen können.
Darum haben wir gemeinsam mit einer Inklusionspädagogin mit Ferienlagererfahrung ein Konzept entwickelt, das Barrieren abbaut, Zugänge öffnet und Räume schafft, in denen sich jedes Kind sicher und gesehen fühlt.

Dazu gehörten:

  • eine detaillierte Bedürfnisanalyse mittels zielgruppenorientiertem Fragebogen
  • eine sorgfältige Kinderschutz-Risikoanalyse
  • ein Kennenlern- und Infoabend für alle Familien und Gruppen
  • die Vorabbesichtigung des Camps, um mögliche Hindernisse zu erkennen
  • individuelle Begleitung für alle Gruppen, damit wir wirklich jede Perspektive einbeziehen können

Das Ergebnis war ein Programm, das nicht nur lehrreich, sondern vor allem kinderfreundlich und gut zugänglich war – so wie wir es uns für eine klimagerechte Zukunft wünschen.

Eine Woche voller Klimawissen, Freundschaft und Abenteuer

Jeden Tag starteten wir gemeinsam im Morgenkreis, bevor es in Workshops, Spiele und Erlebniszeiten ging.
Die klimapädagogischen Inhalte wurden angepasst, differenziert und multimedial vermittelt – für kleine Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

 

Unsere Highlights

Klimastarterworkshops

Zwei verschiedene Einstiegsformate holten alle ab:

  • Die Freundschaftskinder lernten Schildkröte Taba kennen, die ihnen half zu verstehen, was Klima eigentlich ist und warum unsere Welt dringend Schutz braucht.
  • Die Roten Falken beschäftigten sich mit den Grundlagen des Klimawandels und damit, wie wir aktiv gegensteuern können.

 

Klimabewegungsspiele

Über „Eisschollen“ laufen, Wälder retten, zusammenhalten:
Hier wurde Klimaschutz körperlich spürbar – actionreich, laut, lustig und voller Teamgeist.

 

Klimatanzparty

Ein unvergesslicher Nachmittag, an dem Lernen und Feiern ineinanderflossen.
Tanzen, lachen, gemeinsam wachsen – und Taba war natürlich mitten drin.

 

Klimaexperimente

Viele Kinder wurden in diesen Stunden zu kleinen Forscher:innen.
Wir mischten, bauten, beobachteten – und plötzlich waren abstrakte Klimaphänomene ganz nahbar.

 

Kreativraum & Basteln mit Taba

Nachdenken mit den Händen: Upcycling, Fantasieren, Weltretten – alles möglich.

Unser großer Ausflug: Bienen, Vielfalt und der weite See

Am Mittwoch ging es auf einen gemeinsamen Tagesausflug:
Zur Imkerei in Seeboden – und später mit dem Schiff zurück nach Döbriach.
 

Die Kinder bewegten sich in kleinen Gruppen durch mehrere Führungen und lernten:

  • Wie wichtig Bienen für unsere Ernährung sind
  • Warum Artenvielfalt unser Klima stabilisiert
  • Was jede einzelne Person tun kann, um Lebensräume zu schützen

Nach einer entspannten Freizeitphase am See kam der zweite Höhepunkt:
Eine gemeinsame Schifffahrt über den Millstätter See, die viele als besonders magisch beschrieben haben.
Gemeinschaft spüren, Wind im Gesicht – ein Moment, an dem es sich anfühlte, als könnte die Welt wirklich gut werden.

Ein Kind steht in einer Holzhalle und hält ein selbst bemaltes Pappschild an einem Stock. Das Schild hat bunte Farben und einen Text zum Thema Klima.

Abschluss, Reflexion & Ausblick: Die Klimabande wächst weiter

Am letzten Tag blickten wir gemeinsam zurück:
Was haben wir gelernt? Wo sind wir mutiger geworden? Welche Lösungen nehmen wir mit?
Die Abschlussrunde und Feedbackbögen halfen uns, das Camp zu reflektieren und Weiterentwicklungen zu planen.
 

Im August und September arbeiteten wir diese Rückmeldungen detailliert auf, dokumentierten Erkenntnisse und begannen mit den Vorbereitungen für die nächsten Schritte – darunter:

  • die Gründung neuer Klimabanden
  • der Aufbau eines Wissenstransfers in Netzwerke und Organisationen
  • die Weiterentwicklung eines inklusiven, österreichweiten Klimabildungsprogramms
     

Wofür das alles?

Weil wir daran glauben,
dass Kinder und Jugendliche nicht nur die Zukunft sind –
sie sind die Weltretter:innen von heute.

Und wenn wir ihnen Räume geben, in denen sie gemeinsam lernen, sich ausprobieren, Fehler machen, Fragen stellen, träumen und wachsen können,
dann entsteht genau das, was unsere Welt so dringend braucht:

Mut. Gemeinschaft. Klimagerechtigkeit.