Was bin ich - Legespiel/Memory

Kampagnenset4 - Erde & Luft
Alterab 5 Jahren
Anpassungen notwendig fürKinder/Jugendliche mit intellektuellem Förderbedarf, Sehbeeinträchtigungen
ZielSpielerische Wissensvermittlung & -festigung
Dauer30 Min
Material

Beschreibung

Was hat der Klimawandel eigentlich mit unseren Böden, Wald, Wiese, Feld und unserer Luft zu tun?

Um diese Fragen zu beantworten, nehmt  aus dem Workshoppaket von Phase 01 das Set mit Klimabegriffen und -bildern zur Hand. 

Sortiert folgende Karten heraus:

  • Luftverschmutzung
  • Gewitter, Stürme,.. (Extremwetter)
  • Hitzewellen
  • Überschwemmungen
  • Erdrutsche
  • Dürre, Trockenheit
  • Sinkender Wasserspiegel in Flüssen & Seen
  • Waldsterben
  • Artensterben
  • Ernteausfälle
  • Waldbrände

Legt nun alle Erklärkarten und die Problemkarten offen auf dem Boden auf. Eure Aufgabe ist es nun, die passenden Paare zu finden. Startet einfach mit einer Erklärkarte und lest die Erklärung darauf vor. Besonders schwierige Begriffe oder Zusammenhänge können nach dem Vorlesen auch noch zusätzlich verdeutlicht und/oder mit anderen Worten erläutert werden. Versucht anschließend die passende Problemkarte dazu zu finden. Wenn ihr glaubt, die richtige Karte gefunden zu haben. Wenn ihr glaubt, die richtige Karte gefunden zu haben, lest die Lösung laut vor. Geschafft? Dann könnt ihr jetzt mit den restlichen Karten nach Lust und Laune loslegen. 

Tipp: Wenn ihr es schwieriger machen wollt, könnt ihr auch versuchen, von der Problemkarte auszugehen und die passende Erklärung zu finden. Für alle, die eine besonders harte Challenge brauchen, gibt es auch die Möglichkeit mit den Karten “normal” Memory zu spielen, also mit verdeckten Karten zu starten und immer nur 2 aufzudecken.  

Zur Vertiefung könnt ihr euch auch die restlichen Problemkarten anschauen, und versuchen, auch für diese selbst Erklärungen zu schreiben!

Inklusionstipps

Das Legespiel wird besonders zugänglich, wenn der Fokus vom klassischen Memory-Prinzip auf das gemeinsame Zuordnen und Verstehen gelegt wird. Durch Reduktion der Kartenanzahl, thematische Bündelung und das Vorlesen oder Vereinfachen der Erklärtexte können Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen, kognitiven oder sensorischen Voraussetzungen aktiv teilnehmen. Entscheidungen lassen sich durch Zeigen, Sortieren oder Ablegen treffen, sodass auch nonverbale, gehörlose oder sehbeeinträchtigte Kinder eingebunden sind. Für Sehhbeinträchtigte Kinder können die Karten auch gänzlich weggelassen werden und rein die Begriffe "gematched" werden. Klare Strukturen, feste Abläufe und sichtbare Erfolgsmomente unterstützen Kinder mit ADHS oder im Autismus-Spektrum. Das Spiel eignet sich besonders gut für Differenzierung, da Inhalte mehrfach, in unterschiedlicher Tiefe und mit variierendem Anspruch bearbeitet werden können. Für Kinder mit Sehbeeinträchtigung kann das Spiel in erster Linie auditiv durch Vorlesen durchgeführt und Spielfiguren unterstützt werden.

Begriffpaare

BegriffErklärung
LuftverschmutzungDies entsteht, wenn Menschen viel Auto fahren, fossile Brennstoffe verbrennen oder Fabriken Abgase ausstoßen.
Dabei gelangen kleine Schmutzteilchen und verschiedene (oft schädliche) Gase in die Luft. Besonders das Gas CO₂ treibt den Klimawandel immer schneller voran. Denn es hält Wärme sozusagen rund um die Erde fest, wodurch die Erde immer wärmer wird.
Diese vom Menschen gemachte Erwärmung verändert das Klima auf der ganzen Welt.
Gewitter, Stürme,.. (Extremwetter)

Warme Luft, die durch den Klimawandel entsteht, bringt mehr Energie mit sich, und dadurch werden Gewitter und Stürme stärker und unberechenbarer.
Diese extremen Wetterereignisse können Wälder beschädigen, Felder zerstören und den Boden aus dem Gleichgewicht bringen.

Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Wetter & Klima?

Wetter beschreibt, wie es heute oder in den nächsten Tagen draußen ist, zum Beispiel ob es stürmt oder regnet.
Klima meint, wie das Wetter über viele Jahre hinweg normalerweise ist.

Hitzewellen

Diese Wetterereignisse entstehen, wenn es über viele Tage hinweg außergewöhnlich heiß ist.
Der menschengemachte Klimawandel sorgt dafür, dass solche sie häufiger und länger werden.
Pflanzen verlieren dadurch viel Wasser, Böden trocknen aus und Menschen sowie Tiere werden stark belastet.

Auch, wenn zu viele Böden versiegelt, also asphaltiert werden, heizt sich die Luft stärker auf. Deswegen ist es im Sommer in der Stadt oft wärmer als am Land – weil es dort viel weniger Grünflächen gibt.

ÜberschwemmungenDurch den Klimawandel kann die wärmere Luft mehr Wasser speichern.
Wenn dieses Wasser plötzlich als starker Regen fällt, kommt es zu diesen Ereignissen. 
Flüsse treten über die Ufer, Felder werden überflutet und fruchtbarer Boden wird weggeschwemmt. Das hat für Tiere & Pflanzen, aber auch Menschen schlimme Folgen. Ist ein großer Teil des Bodens versiegelt (also asphaltiert oder betoniert), kann Wasser noch schlechter vom Boden aufgenommen werden.
ErdrutscheDiese Ereignisse entstehen oft nach starkem und anhaltendem Regen. Der menschengemachte Klimawandel sorgt dafür, dass solche Starkregen häufiger auftreten. Wird der Boden zu nass und fehlen Pflanzen mit stabilen Wurzeln, kann die Erde ins Rutschen geraten.
Dürre, TrockenheitDas kann passieren, wenn es über lange Zeit viel zu wenig regnet. Durch den menschengemachten Klimawandel verschieben sich Regenzeiten oder fallen ganz aus. Böden trocknen aus, Pflanzen vertrocknen und ganze Landschaften verlieren ihre Lebenskraft.
Sinkender Wasserspiegel in Flüssen & SeenSteigende Temperaturen durch den Klimawandel lassen mehr Wasser verdunsten. Gleichzeitig fällt in vielen Regionen weniger Regen. Dadurch sinken die Wasserstände in Flüssen und Seen, und Lebensräume für Tiere und Pflanzen gehen verloren. Aber auch Menschen, vor allem in armen Ländern, können dadurch das Problem haben, dass es zu wenig Trinkwasser gibt.
WaldsterbenDurch den menschengemachten Klimawandel wird es in vielen Regionen heißer und trockener.
Bäume bekommen zu wenig Wasser und werden dadurch geschwächt.
Krankheiten und Schädlinge können sich leichter ausbreiten, und ganze Waldflächen sterben ab. Das ist ein großes Problem, weil Wälder vielen Tieren ein Zuhause geben, den Boden vor Austrocknung schützen und Kohlendioxid aus der Luft aufnehmen.
Sterben Wälder, gelangt mehr CO₂ in die Luft, der Boden verliert seinen Halt und der Klimawandel verstärkt sich weiter.
Artensterben

Der Klimawandel verändert Lebensräume schneller, als sich viele Tiere und Pflanzen anpassen können. Arten verschwinden, weil es zu heiß, zu trocken oder zu unbeständig wird.
Wenn viele Arten fehlen, verlieren Wald, Feld und Wiese ihre Stabilität.

Zum Beispiel brauchen Hummeln, wie unsere Hermi, bestimmte Blumen und kühle, geschützte Orte.
Wenn es durch den Klimawandel zu heiß wird oder diese Blumen verschwinden, finden Hummeln keine Nahrung mehr und sterben aus.
Fehlen Hummeln, können viele Pflanzen nicht mehr bestäubt werden und wachsen schlechter.

ErnteausfälleDer menschengemachte Klimawandel bringt mehr Hitze, Trockenheit und extremes Wetter.
Pflanzen auf den Feldern können unter diesen Bedingungen schlechter wachsen.
Dadurch fallen Ernten kleiner aus oder gehen ganz verloren, was die Ernährung der Menschen gefährdet.
WaldbrändeDurch steigende Temperaturen und lange Trockenzeiten trocknen Wälder stark aus.
Der menschengemachte Klimawandel erhöht so die Gefahr, dass die Bäume leichter Feuer fangen. Bei Bränden werden Wälder zerstört und viel CO₂ freigesetzt, was den Klimawandel weiter verstärkt.