| Kampagnenset | 4 - Erde & Luft |
| Alter | ab 8 Jahren |
| Anpassungen notwendig für | Kinder/Jugendliche mit intellektuellem oder motorischen Förderbedarf, Sehbeeinträchtigungen |
| Ziel | Zusammenhangverständnis fördern & Wissensfestigung |
| Dauer | 30-45 Min |
| Material | Pinnwand, Problemkärtchen, Pinnadeln, Wolle/Faden, Schere, Post-Its, Stifte |
Beschreibung
Ihr habt bestimmt schon eine Menge Klimawissen oder schon einige Begriffe mal gehört. Doch wie hängt das eigentlich alles zusammen? Um dieses große Bild zu erstellen, startet ihr mit den einzelnen Problemen. Schaut euch die Kärtchen nochmal gemeinsam an und sammelt in der Gruppe, was ihr zu den einzelnen Themen noch wisst, was euch besonders im Gedächtnis geblieben ist, was euch überrascht hat etc. Hängt die Kärtchen einzelnen an eine Pinnwand. An dieser Stelle könnt ihr auch versuchen, zusammenhängende Auswirkungen schon nebeneinander zu hängen.
Wenn ihr alle Kärtchen aufgehängt habt, schnappt euch einen Faden und verbindet Auswirkungen, die zusammenhängen. Also zum Beispiel Hitzewellen und Dürre (weil Hitzewellen dazu führen, dass es immer trockener wird). Oder Überschwemmungen und Erdrutsche, Erwärmung des Meeres und Korallensterben, und und und. Ihr werdet sehen, die Auswirkungen und Probleme hängen in einem komplexen Netz miteinander zusammen und viele davon bedingen sich gegenseitig oder hängen mit ähnlichen anderen zusammen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch noch Erklärungen für die Zusammenhänge auf Post-Its schreiben und zu dem jeweiligen Faden hängen.
Doch was tun gegen dieses Netz, diese Verkettung an Problemen? Da seid ihr gefragt! Schnappt euch Post-Its oder Zettel und schreibt Lösungen für die Probleme auf. Welche Probleme Auswirkungen können noch umgekehrt oder abgeschwächt werden? Welche können wir nur noch lösen, indem wir als Menschen uns daran anpassen? Und was muss passieren, damit eure Lösungsvorschläge umgesetzt werden?
Inklusionstipps
Die Methode lässt sich gut inklusiv gestalten, wenn das komplexe Netz schrittweise und gemeinsam aufgebaut wird. Statt alle Karten auf einmal zu nutzen, können wenige ausgewählte Probleme aufgehängt und nach und nach ergänzt werden, um Überforderung zu vermeiden. Das Spinnennetz kann entweder an einer Pinnwand oder auch am Boden gelegt entstehen, wobei Karten durch haptische Materialien wie Figuren, Naturmaterialien oder andere gut greifbare Objekte ersetzt oder ergänzt werden können, was vor allem für Kinder und Jugendliche mit Sehbeeinträchtigung als Unterstützung dient.
Zusammenhänge können nicht nur sprachlich, sondern auch durch Zeigen, Platzieren von Objekten oder das Führen des Fadens hergestellt werden, sodass auch nonverbale Kinder oder Kinder mit Sprachbarrieren aktiv teilnehmen können.
Für Kinder mit Sehbeeinträchtigung eignet sich besonders das haptische Arbeiten mit Fäden und Objekten; Inhalte sollten zusätzlich vorgelesen und Zusammenhänge klar benannt werden. Kinder mit motorischen Einschränkungen können durch Anleiten, Entscheiden, Beschriften von Post-Its oder das Platzieren von Objekten eingebunden werden, ohne mit Pinnadeln arbeiten zu müssen. Klare Phasen, sichtbare Zwischenergebnisse und eine moderierende Spielleitung unterstützen Kinder mit ADHS oder im Autismus-Spektrum. Lösungsideen können auf unterschiedliche Weise eingebracht werden – mündlich, als Stichwort, Symbol, Objekt oder Zeichnung – sodass alle Kinder ihre Perspektiven auf ihrem eigenen Weg einbringen können.