Klima Stories

Alterab 6 Jahren
Anpassungen notwendig fürKinder/Jugendliche mit intellektuellem Förderbedarf
ZielSpielerische Wissensvermittlung 
Dauer5-15 Min pro Karte
MaterialKlima Stories Karten (oder Fließtext - siehe unten)

 

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Phase 2 - FeuerPhase 3 - WasserPhase 3 - Erde & Luft

Beschreibung

Eine Person liest oder zeigt die kurze Geschichte auf der Vorderseite einer Karte. Die Geschichte beschreibt ein rätselhaftes Klimaereignis. Die anderen versuchen gemeinsam herauszufinden, was passiert ist, indem sie Fragen stellen, die nur mit „Ja“, „Nein“ oder „Spielt keine Rolle“ beantwortet werden dürfen. Die spielleitende Person antwortet entsprechend. Wenn die Gruppe die Lösung verstanden hat oder nicht weiterkommt, wird die Auflösung auf der Rückseite der Karte gemeinsam gelesen oder erklärt. Ziel ist es, gemeinsam nachzudenken und Klimazusammenhänge spielerisch zu entdecken.

Grundsätzlich müssen die Karten nicht der Reihenfolge nach gespielt werden, sondern können als gesamtes Deck durchgemischt & durcheinander genommen werden.

Inklusionstipps

Das Spiel lässt sich durch seine klare Ja/Nein-Struktur leicht an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen. Geschichten und Antworten können gelesen, gezeigt, gehört oder symbolisch dargestellt werden, sodass auch gehörlose, sehbeeinträchtigte oder nonverbale Kinder aktiv teilnehmen können. Die Schwierigkeit lässt sich variieren, indem die Spielleitung mehr Tipps gibt. Außerdem können bestimmte Fragekarten („Hat es mit Hitze zu tun?“, „Ist ein Tier betroffen?“) oder Bildkarten (z.B. Metacom; Symbole z.B.: Sonne, Wasser, Baum, Tier, Stadt) vorbereitet & verwendet werden. Klare Regeln, kurze Runden und feste Rollen helfen Kindern mit ADHS oder im Autismus-Spektrum. Durch kooperative Spielweisen, Hilfestellungen und Varianten kann das Spiel flexibel differenziert werden und ermöglicht allen Kindern einen gemeinsamen Zugang.

Feuer

RätselLösung

Die einsame Taba

Taba wandert über ihre warme Insel, ohne einen einzigen männlichen Artgenossen zu treffen. Sie begegnet nur ein paar Schildkrötenfrauen und -mädchen.

Leider hat die Erderwärmung einen Einfluss auf das Geschlechterverhältnis bei einigen Schildkröten. Die Temperatur, bei der Schildkröteneier ausgebrütet werden, entscheidet darüber, ob männliche oder weibliche Schildkröten schlüpfen. Mit den steigenden Temperaturen aufgrund des Klimawandels schlüpfen jedoch fast nur noch weibliche Schildkröten. Das ist ein großes Problem, weil es sowohl Männchen als auch Weibchen für die Fortpflanzung braucht und Schildröten somit längerfristig aussterben könnten.

Leopold, der tapfere Schneehase

Leopold huscht ängstlich durchs grüne Gras. Ein Schatten über ihm deutet auf die Gefahr hin.

Leider liegt durch die Erderwärmung viel weniger Schnee auf Leopolds Berg, weswegen ihn seine weiße Fellfarbe nicht mehr gut tarnen kann. Ein Raubvogel, der normalerweise Schwierigkeiten hätte, Leopold im schneebedeckten Gelände zu entdecken, kann ihn nun viel leichter finden.

Das verschwundene Eisbärenfest

Einmal im Jahr feiern die Eisbären eine große Party am Nordpol. Doch dieses Jahr ist etwas Schlimmes passiert - die Eisbären haben ihr Fest verloren! Mit nassen Füßen trotten sie traurig davon.

Leider ist das Eis am Nordpol geschmolzen und die Insel, auf der die Eisbären ihre Feste feiern, ist verschwunden. Die Erderwärmung hat das Eis schmelzen lassen und die Eisbären müssen nun eine neue Heimat finden. Gemeinsam können wir helfen, den Planeten zu schützen und die Erderwärmung zu stoppen, damit die Eisbären ihre Partys wieder feiern können!

Der traurige Affe

Im Dschungel ist ein Affe sehr traurig, weil sein Zuhause immer kleiner wird. Die Luft riecht wie ein Kamin im Winter.

Leider wird der Dschungel durch Brandrodung zerstört. Einige Menschen setzen Bäume in Brand, um Platz für Ackerland zu schaffen. Das macht den Affen und anderen Tieren ihr Zuhause streitig. Außerdem setzt die Brandrodung große Mengen Kohlenstoff frei. Kohlenstoff ist ein Gas, das in der Luft schwebt und dazu beiträgt, dass sich die Erde immer heißer wird.

Der durstige Fuchs

Ein Fuchs trottet durstig und schwitzend durch den Wald und sucht nach Wasser. Aber alle Bäche und Quellen scheinen verschwunden zu sein.

Leider führen steigende Temperaturen und Hitzewellen dazu, dass Gewässer austrocknen und die Wasserversorgung für Tiere knapper wird. Zusätzlich erhöht sich die Gefahr von Waldbränden, da die trockene Pflanzenwelt leichter Feuer fängt. Diese Brände bedrohen nicht nur das Überleben von Tieren, sondern setzen auch große Mengen an Rauch und Kohlenstoff in die Luft frei, was den Klimawandel weiter vorantreibt.

Der verlorene Clownfisch

Ein Clownfisch schwimmt traurig durch das Meer, denn er kann seine bunte Höhle nicht mehr finden.  

Leider wird das Meer durch die Erderwärmung immer wärmer. Die steigenden Temperaturen schädigen Korallenriffe, die die Heimat vieler Meerestiere sind, einschließlich des Clownfischs. Wenn die Korallen sterben, verlieren die Fische nicht nur ihre farbenfrohen Verstecke, sondern auch ihre Nahrungsquellen. Der Klimawandel trägt also auch zum Artensterben im Meer bei.

Stadtmaus und Landmaus

Die Stadtmaus hüpft von Backstein zu Backstein und verbrennt sich dabei ihre kleinen Mäusetatzen. Sie sucht nach Schatten zwischen Beton und Ziegelsteinen. Ihre Cousine, die Landmaus, kommt jedoch nicht so sehr ins Schwitzen.

Die Stadtmaus leidet unter der Hitze, die durch die verstärkte Erdversiegelung in der Stadt entsteht. Erdversiegelung bedeutet, dass immer mehr Flächen mit festen Materialien wie Beton oder Asphalt bedeckt sind. Wenn das passiert, wird es in der Stadt viel heißer, weil diese festen Materialien die Sonnenstrahlen aufnehmen und die Wärme der Sonne lange speichern. Tiere, die in der Stadt leben, finden es dann schwierig, kühle Plätze zu entdecken. Ihre Cousine auf dem Land hat es einfacher, weil dort mehr Gras und Pflanzen sind, die Schatten spenden und die Luft kühlen. Erdversiegelung macht es also nicht nur den Menschen warm, sondern auch den Tieren in der Stadt.

Wasser

RätselLösung

Die traurige Möwe

Möwe Mira sitzt am Strand und kann ihre Flügel nicht mehr bewegen. Sie hätte sich das Wasser, in das sie geflogen ist, näher ansehen sollen.

Mira ist in eine Ölpest geraten! Ein großes Schiff hat Öl ins Meer verloren und nun klebt die schwarze Masse an ihrem Gefieder. Das ist gefährlich, weil Vögel dadurch nicht mehr fliegen und sich nicht warmhalten können. Viele Tiere im Meer und an der Küste leiden unter solchen Ölkatastrophen. Deshalb müssen wir Menschen uns bemühen nach umweltfreundlicheren Lösungen suchen.

Die seltsame Entdeckung

Als Finn am Strand spazieren geht, passiert etwas Merkwürdiges: Plötzlich quietscht es unter seinem Fuß! Er schaut sich um – überall liegen kleine, gelbe Dinger im Sand, die ihn mit hunderten kleinen Augen anschauen.

Was Finn gefunden hat, sind Plastik-Quietscheenten! Vor vielen Jahren ging ein Containerschiff im Sturm unter – an Bord waren tausende dieser Enten. Seitdem treiben sie mit den Meeresströmungen rund um die Welt. Manche landeten erst nach 20 Jahren an einem Strand!

Plastik, wie die Entchen im Meer, ist ein großes Problem, weil es sehr lange nicht verrottet und Tiere sich daran verletzen, oder es fressen.

Die verschwundene Baustelle 

Der Staudamm-Baumeister reibt sich die Augen. Eigentlich sollte er heute einen Damm bauen, der das Wasser aufhält, damit die Natur drumherum wieder besser wachsen kann – aber die Arbeit ist schon erledigt. Statt von Betonwänden wird das Wasser von riesigen angenagten Holzstämmen aufgehalten.

Die fleißigen Biber waren schneller! In Tschechien wurde in einem ehemaligen Militärgebiet seit Jahren ein Staudamm geplant, damit die Natur sich wieder erholen kann. Doch bevor die Menschen zu bauen beginnen konnten, kamen die Biber. Mit Ästen, Schlamm und Steinen bauten sie perfekte Dämme, die das Wasser viel besser stoppten. Ihre Bauwerke schaffen neue Teiche und Lebensräume für viele Tiere. 

Der Wüstensee

Pelikan Timur kehrt wie jedes Jahr aus dem Süden zurück, um in seinem Lieblingssee einen Fisch zu schnappen. Doch als er dort landet, erwartet ihn nur Staub und trockene Erde – keine Fische weit und breit. 

Der Aralsee in Zentralasien war einmal einer der größten Salzwasserseen der Welt – voller Fische und Vögel. Doch weil Menschen zu viel Wasser aus den Flüssen für ihre Felder abgeleitet haben, trocknete der See fast vollständig aus. Pelikane, Fische und andere Tiere verloren ihren Lebensraum. Die Schiffe am Ufer rosten jetzt auf trockenem Boden. Und auch die dort lebenden Menschen leiden darunter, weil durch den steigenden Salzgehalt im See, die Luft schlechter zum Atmen ist und Ernten kleiner ausfallen.

Das Gespenst im Meer

Tief unten im Meer soll ein Gespenst leben. Es schwebt lautlos durchs Wasser, mit langen, flatternden Fäden. Kugelfisch Kai sieht es eines Tages selbst – es bewegt sich langsam, und an ihm hängen Algen, Plastik und sogar ein alter Schuh. 

Kai hat kein echtes Gespenst gesehen – sondern ein Geisternetz!
Das sind alte Fischernetze, die im Meer entsorgt wurden und nun dort herumtreiben. Sie sehen nicht nur unheimlich aus, sondern sind gefährlich für Fische, Delfine und Schildkröten und andere Meerestiere, weil diese sich darin verfangen kann. Die Netze brauchen hunderte Jahre zum Verrotten und bis dahin geben sie Mikroplastik ins Wasser ab, das von Fischen gefressen wird und somit auch auf unseren Tellern landen könnte.

Erde & Luft

RätselLösung

Karotte im Beet

Ein Kaninchen hoppelt zu seinem Lieblingsbeet im Garten und freut sich, dass schon seit Wochen jeden Tag die Sonne scheint. Doch statt Karotten findet es nur harten, trockenen Boden.

Der Boden im Garten ist ausgetrocknet, weil es lange nicht mehr geregnet hat und kaum noch Humus vorhanden ist. Humus ist gute, dunkle Erde, die durch verrottete Pflanzenresten entsteht.  Er sorgt dafür, dass der Boden Wasser und Nährstoffe speichern kann. Ohne Humus wird der Boden hart und nährstoffarm, sodass Pflanzen kein Wasser mehr aufnehmen können und vertrocknen. Auch die Bodenlebewesen verschwinden dann, die für lockere, fruchtbare Erde sorgen. So konnten im Garten keine Karotten mehr wachsen. 

Das müde Feld

Am Bauernhof wird jedes Jahr die gleiche Pflanze am gleichen Feld gepflanzt. Doch dieses Jahr wachsen die Samen nicht mehr.

Im Boden leben viele kleine Helferchen – Bakterien, Pilze und winzige Tiere, die den Pflanzen Nährstoffe geben. Wächst allerdings immer nur die gleiche Pflanze, bekommen die kleinen Helfer keine verschiedenen Arten von Nahrung und sie werden schwächer und können den Pflanzen nicht mehr so gut helfen. 

Das verlassene Ameisennest

Ambra beobachtet jeden Tag ein riesiges Ameisennest. Eines Tages, nachdem Ambra den neuen schnelleren Weg über die Waldstraße hinspaziert ist, sieht sie keine kleinen Tierchen mehr. Wohin sind all die Ameisen verschwunden?

Neben dem Ameisennest wurde eine neue Waldstraße asphaltiert. Der Boden wurde versiegelt und die Ameisen konnten keine weiteren Gänge bauen und mussten sich einen neuen Ort für ihr zu Hause suchen. 

Der traurige Maulwurf

Eine Maulwurffamilie kommt aus ihrem Zuhause an die Oberfläche - alles riecht fremd, eine scharfe Luft. Die Nase juckt und die Umgebung wirkt nicht mehr wie ihr Zuhause.

Der Boden wurde mit giftigen Mitteln besprüht, um Unkraut zu bekämpfen. Diese giftigen Mittel gelangen in die Erde, ins Wasser und in die Luft. Sie bekämpfen zwar Unkraut aber auch kleine Tiere im Boden werden dadurch krank oder sterben. Durch die fehlenden Lebewesen wird der Boden über längere Zeit auch nährstoffärmer und härter - was schlecht für die Pflanzen ist – und speichert weniger CO2 – was schlecht fürs Klima ist und den Klimawandel weiter vorantreibt. Auch die Maulwurffamilie merkt die Verschmutzung direkt in der Erde und Luft um sich herum.

Die bunten Punkte am Himmel

Am Himmel schweben hunderte bunte Punkte! Sie sehen schön aus – aber am nächsten Tag liegen sie überall auf der Wiese. Was war das?

Es waren Luftballons, die bei einem Fest losgelassen wurden. In der Natur werden sie zu Müll. Tiere halten die Ballonreste für Futter, verschlucken sie oder verfangen sich in den Schnüren und können daran sterben. Die Ballons zerfallen nur sehr langsam und verschmutzen Boden und Wasser. Giftige Stoffe gelangen in die Umwelt, schaden Pflanzen und kommen am Ende auch in unsere Nahrung. So sieht es schön aus – richtet aber großen Schaden an.