| Kampagnenset | 4 - Erde & Luft |
| Alter | ab 3 Jahren |
| Anpassungen notwendig für | Kinder/Jugendliche mit intellektuellem oder motorischen Förderbedarf |
| Ziel | Spielerische Wissensvermittlung Bodenanreicherung |
| Dauer | 30 Minuten Basteln, 30 Minuten Spiel |
| Material | Klopapierrollen, gelbe Farbe, Klebstoff, Pinzette, unterschiedliche kleine Gegenstände (z.B. Filzbällchen, Büroklammern, etc.) |
Beschreibung
Dieses Spiel verbindet Basteln, feinmotorisches Üben und Klimabildung. Gemeinsam mit den Kindern wird zunächst ein Hummelstock gebaut. Dafür bemalen die Kinder leere Klopapierrollen in Gelb oder Naturfarben und gestalten sie nach Lust und Laune. Nach dem Trocknen werden die Rollen nebeneinander auf ein Stück Karton oder einfach aneinandergeklebt, sodass ein stabiler Hummelstock mit mehreren Röhren entsteht. Ihr könnt die Rollen dafür auf halbieren/kürzen.
Sammelt unterschiedliche kleine (in die Rollen passende) Gegenstände zusammen und gemeinsam in einer Schüssel oder einem Karton vermischt: Filzbällchen, kleine Papierblumen, Büroklammern, Holzperlen, Papierkügelchen, etc.
Nun entscheiden die Kinder, welche Gegenstände in den Hummelstock gehören/gut für Hermi und das Hummelvolk sind (z.B. Blumen, Filzbällchen repräsentativ für Blütenpollen) und welche nicht reingehören (Büroklammern, Müll, etc.). Die passenden Gegenstände werden nun in die Röhren/Waben sortiert. Je nach Alter und Fähigkeit wird mit der Hand oder mit einer Pinzette sortiert. Zum Abschluss können die Kinder ihren gefüllten Hummelstock betrachten und gemeinsam überlegen, was sie selbst tun können, damit es Hummeln und anderen Insekten gut geht, etwa Blumen pflanzen oder keinen Müll in der Natur liegen lassen.
Inklusionstipps
Der Hummelstock ist ein besonders sensorisches und förderndes Spiel, da viele Sinne gleichzeitig angesprochen werden. Unterschiedliche Materialien wie Filz, Metall, Holz oder Naturmaterialien ermöglichen vielfältige Tast‑ und Greiferfahrungen und unterstützen die Wahrnehmung von Form, Gewicht und Oberfläche. Dadurch eignet sich das Spiel sehr gut zur Förderung von Feinmotorik, Hand‑Augen‑Koordination und Konzentration.
Material, Aufbau und Schwierigkeitsgrad lassen sich flexibel anpassen: Kinder können mit der Hand oder mit Hilfsmitteln wie Pinzette oder Greifzange sortieren. Größere Gegenstände oder liegend aufgebaute Röhren erleichtern die Teilnahme bei motorischen Einschränkungen. Das Spiel funktioniert weitgehend nonverbal und ist daher gut zugänglich für Kinder mit Sprachbarrieren sowie für gehörlose oder hörbeeinträchtigte Kinder. Klare Phasen, wiederholende Handlungen und eine reduzierte Materialauswahl geben Orientierung und Sicherheit, besonders für Kinder mit ADHS oder im Autismus‑Spektrum.
Alle Kinder dürfen im eigenen Tempo arbeiten, Pausen einlegen oder ihre Rolle wechseln. Der Fokus liegt auf dem sinnlichen Erleben und dem Prozess des Sortierens – nicht auf einem richtigen Ergebnis – wodurch vielfältige Zugänge ermöglicht und individuelle Stärken wertgeschätzt werden.